Datenschutz & informationelle Selbstbestimmung

… oder Mut, NEIN zu sagen

Der Begriff „Big Data“ beschreibt die rasant wachsende digitale Daten- und Informationsflut sowie auch Lösungen, diese zunächst unstrukturierten Daten zu verarbeiten. Im Zuge der Digitalisierung wird die Analyse und Verarbeitung von Daten immer umfangreicher und vielschichtiger. Dies geht auch mit einem Wandel der Kommunikation und damit in gewissem Maße mit einem Wandel der Gesellschaft einher. Smartphones, soziale Netzwerke, Sensoren „smarter“ Geräte und vieles andere sammeln beinahe pausenlos riesige Mengen an personenbezogenen Nutzerdaten. So werden private Informationen erhoben, gespeichert, verarbeitet, weitergegeben oder sogar verkauft.

Big Data erlaubt eine sehr schnelle Analyse dieser gesammelten Daten, meist für wirtschaftliche, aber auch für politische oder soziale Zwecke. Mithilfe komplexer Algorithmen lassen sich in den Datenbergen unbekannte Korrelationen, versteckte Muster und andere nützliche Informationen entdecken. Anhand der ermittelten Zusammenhänge können Vorhersagen über Interessen und Verhalten von Nutzern abgeleitet werden. Aus der individuellen Internetnutzung lassen sich also extrem präzise Profile über jeden einzelnen Nutzer erstellen.

Dies lässt potenziell Manipulationen zu und stellt in einigen Fällen auch eine Verletzung der Privatsphäre dar. Daher sollen verschiedene Richtlinien den Schutz von personenbezogenen Daten gewährleisten. Trotzdem ist Datensicherheit noch immer ein viel diskutiertes, weil komplexes und schwierig eingrenzbares Thema. Auch stetig überarbeitete Richtlinien und Gesetze scheinen den undurchsichtigen Umgang mit personenbezogenen Daten nur begrenzt transparenter zu machen.

Die Projektteilnehmer*innen lernen daher, wie und vor allem welche Daten gesammelt werden und wer aus welchen Gründen davon profitiert. Im Rahmen des Themenkomplexes wird erarbeitet, was private Daten sind und warum Privatheit im analogen sowie im digitalen Leben wertvoll ist und sein sollte. Die eigene Datenpraxis wird im Zuge dessen von den Teilnehmenden kritisch reflektiert, um die Relevanz von Datenschutz auch für das eigene Medienhandeln zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu treffen.

Neben einer spielerischen Sensibilisierung für das große Thema „Big Data“ soll praktisches Handeln im Sinne von konkreten Maßnahmen und Strategien im Fokus stehen. Die Teilnehmer*innen erarbeiten, wie sie Verantwortung übernehmen können und welche Maßnahmen ohne großen Aufwand die eigene Datensicherheit erhöhen.

 

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