Über uns

 


Unser Leitbild

Unsere Arbeit ist gelungen, wenn unsere Teilnehmenden einen Schritt in Richtung einer reflektierten, kritischen und selbstbestimmten Mediennutzung gegangen sind und für Vorurteils-, Macht- und Diskriminierungsmechanismen sensibilisiert werden konnten. Wir stoßen Reflexionsprozesse an, um Handeln und Denkmuster zu hinterfragen und machen sozialpsychologische Mechanismen erlebbar.

Deshalb arbeiten wir…

an der Entwicklung tragfähiger Best-Practice-Beispiele

dialogorientiert anstatt normativ, um zu sensibilisieren und das Gefühl von Selbstwirksamkeit wecken und zu stärken

nah an den Lebenswelten Jugendlicher

in aktuellen Bezügen und erfahrungsorientiert

im Spannungsfeld digitaler sowie analoger Räume und Werte

 


Elena Schweiker, Medienpädagogin M.A.

Netflix oder TV? Netflix! Einen TV-Anschluss hab ich gar nicht mehr.

Lieblingsserien? Game of Thrones, Stranger Things & New Girl.

Lieblingsfilme? Napoleon Dynamite & The Big Lebowski.

Lieblingsgame? Life is Strange, ein Coming-of-Age-Adventure mit Zeitreise-Elementen.

Lieblingsbücher? Per Anhalter durch die Galaxis & Harry Potter.

Datenschutz ist für mich…? …persönlich nicht immer einfach umsetzbar, aber etwas, worauf ich als Nutzer eigentlich ein Recht haben sollte.

Ein Tag ohne Smartphone…? …wäre am Wochenende leichter zu ertragen als unter der Woche.

Die größte Herausforderung für das Netz der Zukunft? Werte, die uns im analogen Leben wichtig sind, auch online umzusetzen.

Die größten Potenziale des Netzes von morgen? Das Netz reagiert auf alles, was wir tun: Mit der richtigen Schwerpunktsetzung, können wir es zu einer Plattform machen, auf der jeder – unabhängig von Herkunft, Alter oder Sexualität – Gehör findet, ohne angefeindet zu werden und niemand fürchten muss, durch Algorithmen diskriminiert oder durch Falschinformation manipuliert zu werden.

und sonst? Als Kind der 90er erinnere ich mich noch dunkel an das Kreischen, das unser erstes Modem beim Verbindungsaufbau mit dem Internet von sich gegeben hat. Meine erste Konsole war eine Super Nintendo, die ich mir auf einem Flohmarkt vom Erlös des Verkaufs meiner Pups-Knete-Sammlung geleistet habe und seit Myspace habe ich mich von dort über SchülerVZ und Facebook zu Instagram auf allen möglichen sozialen Netzwerk herumgetrieben – eine analytische Perspektive zu alldem habe ich dann mit dem Schritt ins Feld der Medienpädagogik eingenommen. Bevor ich bei „#CreateYourWeb“ gelandet bin, habe ich beim Landesfilmdienst Thüringen u.a. im Projekt „MEiFA – Medienwelten in der Familie“ gearbeitet, dort vor allem mit jüngeren Kindern und ihren (Groß-)Eltern. Außerdem habe ich eine Medien-AG an einer Erfurter Grundschule geleitet und ein Medienbildungsprojekt für Geflüchtete mitorganisiert. Schon seit meinem Master-Studium der Kinder- und Jugendmedien arbeite ich freiberuflich für die LAG Kinder- und Jugendschutz Thüringen zu den Themen Jugendmedienschutz und YouTube. In grauer Vorzeit habe ich außerdem Kommunikations- und Medienwissenschaften in Bremen studiert.

 


Christoph Voigt, Erziehungswissenschaftler M.A.

Netflix oder TV? Netflix, Mediathek, Youtube

Lieblingsserien? Black Mirror (sollte jeder und jede gesehen haben, der oder die sich für dystopische Szenarien unserer digital geprägten Umwelt und Gesellschaft interessiert), Breaking Bad, Simpsons

Lieblingsfilme? 39,90 (99 francs), La Haine, Zeit des Erwachens

Lieblingsgame? Monkey Island

Lieblingsbücher? Brave New World (A. Huxley), 1984 (G. Orwell), Haben oder Sein (E. Fromm)

Datenschutz ist für mich…? Ein Grundrecht, das mich immer wieder in den Zwiespalt bringt zwischen Bequemlichkeit (unter Preisgabe persönlicher Daten) und ideellen Anforderungen.

Ein Tag ohne Smartphone…? Uiuiui, fühlt sich bestimmt nackt an

Die größte Herausforderung für das Netz der Zukunft? Staatlicher Überwachung entgegentreten und den Menschen nicht als Spielball kommerzieller Interessen belassen. Diskriminierung durch Algorithmen einschränken, selbstbestimmtes Online-Leben außerhalb der Aufmerksamkeitsökonomie ermöglichen. Menschen wieder miteinander in Kontakt bringen, statt innerhalb Ihrer Blasen zu leben. Verschwörungstheorien und Hetze entgegenwirken. Mündigkeit erlangen.

Die größten Potenziale des Netzes von morgen? Big Data als Möglichkeit Krankheiten zu besiegen und Innovationen voranzutreiben. Räume schaffen, in denen der Bürger aktiv an der Gestaltung seines Umfeldes mitwirken kann (Stichworte E- Partizipation, Liquid Democracy). Menschen einander näherbringen.

und sonst? Mit dem ersten Programmierversuchen auf einem 386er in meinem Elternhaus, über das erste 56K Modem in meiner damaligen WG bis hin zu einem kurzen Ausflug in die Welt der Informatik in einem ersten Studienversuch, begleiten mich digitale Medien und deren Entwicklung seit meiner Pubertät. Neben einem grundlegenden Verständnis der technischen Komponente und der Struktur von Software, waren die ethischen Schlussfolgerungen aus den Entwicklungen für mich immer spannend. Mein Bücherregal füllte sich bald mit medienpädagogischer Fachliteratur. Wie die fortschreitende Digitalisierung immer mehr alle Lebensbereiche unabhängig von Milieu und Alter durchdringt, konnte ich im Laufe meines bisherigen Berufslebens (Stationäre Wohneinrichtung für Familien, Schulbegleiter, viele Jahre Schulsozialarbeiter, freiberuflicher Referent mit Schwerpunkt Medien und Familie/Schule) miterleben. Als Vater einer 7-jährigen Tochter und eines Babys treibt mich das Thema der Heranführung an dem Umgang mit den faszinierenden Möglichkeiten der digitalen Welt auch privat weiter um. Achja, ich habe einen Abschluss als Magister der Soziologie und Erziehungswissenschaften, eine Ausbildung als systemischer Berater und bin selbst seit 12 Jahren als Websitebetreiber für ein Snowboardportal tätig.