Über uns


Unser Leitbild

Unsere Arbeit ist gelungen, wenn unsere Teilnehmenden einen Schritt in Richtung einer reflektierten, kritischen und selbstbestimmten Mediennutzung gegangen sind und für Vorurteils-, Macht- und Diskriminierungsmechanismen sensibilisiert werden konnten. Wir stoßen Reflexionsprozesse an, um Handeln und Denkmuster zu hinterfragen und machen sozialpsychologische Mechanismen erlebbar.

Deshalb arbeiten wir…

an der Entwicklung tragfähiger Best-Practice-Beispiele

dialogorientiert anstatt normativ, um zu sensibilisieren und das Gefühl von Selbstwirksamkeit zu wecken und zu stärken

nah an den Lebenswelten Jugendlicher

in aktuellen Bezügen und erfahrungsorientiert

im Spannungsfeld digitaler sowie analoger Räume und Werte


Mandy Wettmarshausen, Kommunikationswissenschaftlerin B.Sc. | Medienpädagogin

Netflix oder TV? Überwiegend Netflix. TV nur noch für Nachrichten, Dokus und Talk-Runden

Lieblingsserien? Game of Thrones, House of Cards, Stranger Things & Homeland

Lieblingsfilme? Für immer Adaline, Alles steht Kopf, Das Leben ist schön, Unsere Mütter, unsere Väter & LaLaLand

Lieblingsgame? Super Mario Kart

Lieblingsbücher? Mängelexemplar & Wachstumsschmerz von Sarah Kuttner

Datenschutz ist für mich…? Elementar und zugleich tricky. Stets konsequent im Sinne des Schutzes meiner Daten zu handeln, erscheint mir kaum machbar. Vielleicht ist der Mittelweg der goldene Weg.

Ein Tag ohne Smartphone…? Im Urlaub gerne – im Alltag kaum vorstellbar.

Die größte Herausforderung für das Netz der Zukunft? Eine Linie zu finden (und durchzusetzen), die den Menschen die großartigen Möglichkeiten der Angebote ermöglicht ohne sie zwangsläufig zugleich in maßgeschneiderte, stumpfsinnige Filterblasen zu stecken, sie kommerziell und politisch zu manipulieren oder sie Hass und Hetze auszusetzen. Mein Wunsch wäre, das Netz mehr als bunte Chance begreifen zu können denn als Einschränkung/Gefahr.

Die größten Potenziale des Netzes von morgen? Menschen verbinden, sie kommunizieren und kreativ werden lassen, ihnen selbstbestimmte Informationssuche und Bildung ermöglichen, sie zu Entdeckern der Welt und des eigenen Ichs machen und Fortschritte begünstigen – z.B. im Bereich des Umweltschutzes.

und sonst? Schätze ich sehr zu den wenigen Jahrgängen zu gehören, die ihre Kindheit noch ohne die ständigen Eindrücke moderner Medien erleben durften und zugleich ab der Teenagerzeit scheinbar nebenbei mit den Fortschritten (auf-)gewachsen sind. Trotz meines großen Interesses an Kommunikation, Medienwelten und der Stärkung von Heranwachsenden, war dabei keineswegs immer klar, dass ich mich einmal beruflich mit der Netzwelt beschäftigen würde. -War doch meine Erziehung eher restriktiv und internetskeptisch geprägt. Meines ersten eigenen Internetanschlusses erfreute ich mich im Studentenwohnheim(!). All die Jahre zuvor hatte ich nur Zugang, wenn ich bei Freunden war. Fand ich aber auch nicht schlimm. Stattdessen organisierte ich mit Vorliebe die Kindergeburtstage meiner jüngeren Schwester und Events mit Freunden. Während des Masterstudiums der Kinder- und Jugendmedien rückten die Themenfelder Kinder- und Jugendmedienschutz im Netz und Online-Partizipation dann zunehmend näher. So leitete ich über 5 Jahre lang eine Online-Community für Kinder- und Jugendliche, engagierte mich für den Erfurter Netcode e.V. und die NummergegenKummer und arbeitete u.a. für den Landesfilmdienst Thüringen e.V. im Projekt „MEiFA – Medienwelten in der Familie“ und dem politischen Bildungsprojekt „Zusammen mit Medien – Aktive Medienarbeit zur Gestaltung von Integration“. Inzwischen „bin ich angemeldet“; FakeNews und HateSpeech begegnen mir (leider) nicht nur in beruflichen Kontexten… Partys organisier ich immer noch gern und Freundschaften sind das Größte.


Christoph Voigt, Erziehungswissenschaftler M.A.

Netflix oder TV? Netflix, Mediathek, Youtube

Lieblingsserien? Black Mirror (sollte jeder und jede gesehen haben, der oder die sich für dystopische Szenarien unserer digital geprägten Umwelt und Gesellschaft interessiert), Breaking Bad, Simpsons

Lieblingsfilme? 39,90 (99 francs), La Haine, Zeit des Erwachens

Lieblingsgame? Monkey Island

Lieblingsbücher? Brave New World (A. Huxley), 1984 (G. Orwell), Haben oder Sein (E. Fromm)

Datenschutz ist für mich…? Ein Grundrecht, das mich immer wieder in den Zwiespalt bringt zwischen Bequemlichkeit (unter Preisgabe persönlicher Daten) und ideellen Anforderungen.

Ein Tag ohne Smartphone…? Uiuiui, fühlt sich bestimmt nackt an

Die größte Herausforderung für das Netz der Zukunft? Staatlicher Überwachung entgegentreten und den Menschen nicht als Spielball kommerzieller Interessen belassen. Diskriminierung durch Algorithmen einschränken, selbstbestimmtes Online-Leben außerhalb der Aufmerksamkeitsökonomie ermöglichen. Menschen wieder miteinander in Kontakt bringen, statt innerhalb Ihrer Blasen zu leben. Verschwörungstheorien und Hetze entgegenwirken. Mündigkeit erlangen.

Die größten Potenziale des Netzes von morgen? Big Data als Möglichkeit Krankheiten zu besiegen und Innovationen voranzutreiben. Räume schaffen, in denen der Bürger aktiv an der Gestaltung seines Umfeldes mitwirken kann (Stichworte E- Partizipation, Liquid Democracy). Menschen einander näherbringen.

und sonst? Mit dem ersten Programmierversuchen auf einem 386er in meinem Elternhaus, über das erste 56K Modem in meiner damaligen WG bis hin zu einem kurzen Ausflug in die Welt der Informatik in einem ersten Studienversuch, begleiten mich digitale Medien und deren Entwicklung seit meiner Pubertät. Neben einem grundlegenden Verständnis der technischen Komponente und der Struktur von Software, waren die ethischen Schlussfolgerungen aus den Entwicklungen für mich immer spannend. Mein Bücherregal füllte sich bald mit medienpädagogischer Fachliteratur. Wie die fortschreitende Digitalisierung immer mehr alle Lebensbereiche unabhängig von Milieu und Alter durchdringt, konnte ich im Laufe meines bisherigen Berufslebens (Stationäre Wohneinrichtung für Familien, Schulbegleiter, viele Jahre Schulsozialarbeiter, freiberuflicher Referent mit Schwerpunkt Medien und Familie/Schule) miterleben. Als Vater einer 7-jährigen Tochter und eines Babys treibt mich das Thema der Heranführung an dem Umgang mit den faszinierenden Möglichkeiten der digitalen Welt auch privat weiter um. Achja, ich habe einen Abschluss als Magister der Soziologie und Erziehungswissenschaften, eine Ausbildung als systemischer Berater und bin selbst seit 12 Jahren als Websitebetreiber für ein Snowboardportal tätig.

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